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Goethe-Institut Mailand

In unserem letzten Jahr als Jugenliteraturjury für den DJLP gab es noch einen weiteren Höhepunkt:

Eine Einladung nach Mailand!

Nachdem uns im Herbst 2011 italienische BibliothekarInnen besucht und sich über unsere Arbeit informiert hatten, wurde die angekündigte Einladung im Oktober 2012 endlich Wirklichkeit. Für sieben Jurymitglieder und unsere Moderatorin Gisela Rhein ging es tatsächlich in die Stadt der Mode. Diese Reise ermöglichte uns das Goethe-Institut Mailand, welches uns finanziell und inhaltlich wunderbar unterstützte.

Neben sehr viel Spaß hatten wir natürlich auch jede Menge zu tun. Unser erster Programmpunkt war die Vorstellung unserer Arbeit in einer italienischen Schule. Die Schüler, mit denen wir uns unterhielten lernnten alle deutsch und einige von ihnen hatten auch Bücher aus den aktuellen Nominierten gelesen. So unterhielten wir uns ein wenig über die gelesenen Bücher und beantworteten Frage zu unserer Juryarbeit. Im Anschluss gingen wir gemeinsam in der Mensa essen und lernten die Italiener ein wenig kennen.

Noch am gleichen Tag trafen wir im Goethe-Institut auf einen Deutsch-Leistungskurs von einer Deutsch-Italienischen Schule. Wir erzählten ihnen ebenfalls etwas über unsere Arbeit und sprachen über die aktuellen Nominierten.
Der Höhepunkt unserer Reise war jedoch die Präsentation unserer Juryarbeit auf einem Kongress zum Thema Digital Reader in der Bibliothek in Rozzano. Hierbei gab es für uns die ungewohnte Situation der Simultanübersetzung, aber auch das meisterten wir.

Jedoch kam in Mailand vermehrt die Frage auf, warum denn so viele übersetzte Bücher für den DJLP nominiert seien, wo es doch eigentlich ein deutscher Preis ist?
Dies erklärt sich ganz einfach dadurch, dass der Preis nach der Zeit des Nationalsozialismus dazu dienen sollte, wieder mehr Bücher aus anderen Ländern nach Deutschland zu bringen.
Doch wir haben aus dieser Frage heraus beschlossen, dass wir für den Spandauer Jugendliteraturpreis in den zwei Kategorien ‚übersetztes‘ und ‚deutschsprachiges‘ Buch nominieren werden.

Offiziell ist damit unsere Arbeit für den Deutschen Jugendliteraturpreis zu Ende gegangen, doch auch die Anerkennung in Italien hat uns noch einmal darin bestätigt:

Wir wollen weitermachen!

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