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Über ein Mädchen – Joanne Horniman

Ein aktuelles Thema, das viel zu selten auf so eine schöne und poetische Art und Weise beschrieben wird.

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Inhalt

Dieses Buch dreht sich um die liebevolle Geschichte von zwei Mädchen. Anna verliebt sich gleich im ersten Augenblick. Poetisch begleitet dieses Buch Anna auf eine Reise, auf der sie versucht sich selbst zu finden und ihre Liebe auszuleben.

Als Anna das erste Mal auf Flynn trifft, spielt diese singend auf einer Gitarre, sie gibt ein kleines Konzert. Sofort ist sie von diesem unbekannten Mädchen hin und weg. Wie der Zufall es will, begegnen sie sich erneut. Die Anziehung zwischen ihnen ist vom ersten Moment an riesengroß.

Gemeinsam philosophieren sie, trinken Tee auf dem Dach, zeichnen schweigend und lieben sich. Liebevoll und vorsichtig.

Doch eine Liebe bringt immer auch Geheimnisse. Und manchen Geheimnissen sollte man Zeit geben.

Meinung

Das Buch beginnt ruhig, beschreibt die aktuelle Situation von Anna und dann die erste Begegnung mit Flynn. Zunächst ist der Schreibstil sehr poetisch und einfühlsam, dem Leser ist auch nicht von vornherein klar, dass aus der Sicht eines Mädchens geschrieben ist. Dadurch kann sich aber jeder sofort identifizieren, egal welchen Geschlechts und egal, ob hetero- oder homosexuell.

Und obwohl die Beziehung von Anna und Flynn nach dem ersten Kennenlernen sehr überstürzt beginnt, wirkt die Geschichte wie aus dem Leben gegriffen. Sie greift reelle Ängste und Probleme auf, ohne zu sehr das Thema ‚lesbisch‘ zu dramatisieren. Es erfreut, endlich mal einen Jugendroman zu finden, der das Thema der ‚Homosexuellen Liebe‘ aufgreift und dabei einen so gefühlvollen und poetischen Schreibstil wählt.

Im Laufe der Geschichte fehlt es jedoch ein wenig an Spannung, es verliert ein wenig von der seichten Poesie, und erst das Ende wird ein wenig dramatischer. Aber auch hier nicht zu überladen an Gefühlen. Wobei ich mir an einigen Stellen ein wenig mehr Gefühl gewünscht hätte, um die Handlungen der einzelnen Charaktere besser nachvollziehen zu können.

Im Gegenzug werden einige Situationen sehr ausführlich beschrieben, so kann sich der Leser vieles sehr detailgetreu vorstellen, doch hin und wieder wirkt es etwas langatmig.

Die Geschichte lässt einen nachdenklich zurück, die Gedanken schweifen zur eigenen ersten großen Liebe, zu eigenen Entscheidungen und wie sie das Leben manchmal beeinflussen.

Und am Ende fragt man sich, war das nun eine Geschichte über Anna oder doch eher über Flynn.

Fazit

Insgesamt eine wundervoll erzählte Liebesgeschichte, die auf keinen Fall in Richtung Klischee abdriftet. Wer also mal eine etwas andere, leicht und flüssig zu lesende, Liebesgeschichte sucht, der ist hier genau an der richtigen Stelle.

Ein aktuelles Thema, dass viel zu selten auf so eine schöne und poetische Art und Weise beschrieben wird.


Glöckchen

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