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Schaffen. Erhalten. Zerstören.
Für jede dieser Aufgaben haben die Hindus eine eigene Gottheit. Ich bewältige all das alleine.
Ich habe geschaffen, was niemand vor mir geschafft hat, aber die Welt ist nicht mein Zeuge und wird es auch niemals sein.
Danach habe ich versucht, dass Geschaffene zu erhalten – mit all meiner Kraft, meinem ganzen Willen. Unter Schmerzen, manchmal auch unter Tränen und auf jeden Fall mit beträchtlichen Opfern.
Nun werde ich zerstören. Wer will es mir übel nehmen? Wenn es Gerechtigkeit gibt, wird wenigstens dieses letzte gelingen.
Lieber wäre ich Schöpfer geblieben und hätte mich an meiner Schöpfung erfreut, sie erhalten, sie mit anderen geteilt. Aber auch der Zerstörung lassen sich interessante Aspekte abgewinnen. Ihr Reiz liegt in der Endgültigkeit.

 Erebos (Ursula Poznanski)

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