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Atlantia – Ally Condie

Tolle Idee, Umsetzung jedoch eher mangelhaft

41642147z Erster Eindruck:
Ich habe dieses Buch bereits im Buchhandel in der Hand gehabt, fand die Idee verlockend und interessant. Eine Leserunde im Internet hat schließlich den letzten Anstoß gegeben und ich habe das Buch angefangen.

Handlung:
Die Welt wurde geteilt in ein Oben und ein Unten, aufgrund der schlechten Luft im Oben. Atlantia ist die Stadt im Unten, dort leben auch die Zwillinge Rio und Bay, die vor kurzem erst ihre Mutter verloren haben. Schon immer war es Rios Wunsch bei der Entscheidung ins Oben zu gehen, doch nach dem Tod ihrer Mutter versprach sie ihrer Schwester gemeinsam mit ihr im Unten zu bleiben. Dann kommt es zum Tag der Entscheidung und ausgerechnet Bay, die Atlantia immer geliebt hat, entscheidet sich fürs Oben. Warum? Und wieso wusste Rio nichts davon? Fragen, die Rio quälen. Doch schnell fast sie den Entschluss ihrer Schwester zu folgen, und alles zu versuchen um nach Oben zu gelangen. Aber wem kann sie auf ihrem Weg trauen?

Meinung:
Die Idee ist vielleicht nicht gänzlich neu, aber ich finde sie eigentlich ganz schön und schon am Anfang hat sie mich neugierig gemacht. Die Welt im Unten wird gut beschrieben, leider fällt schon zu Beginn auf, dass Gefühle eher weniger überzeugend sind. Dadurch wirkt auch die Hauptperson Rio ziemlich lange eher unnahbar, auch wenn ihre Situation nachvollziehbar ist, so ist sie dennoch leider nicht spürbar. Und das ändert sich leider bis zum Ende nicht. Im Laufe der Geschichte tauchen mehrere interessante Charaktere auf, doch auch diese werden teils eher weniger beleuchtet und wirken dadurch eher flach. Hinzu kommt der Spannungsverlauf der Geschichte, es dauert das halbe Buch, bis überhaupt ein wenig Spannung aufkommt, schon im nächsten Moment fällt diese jedoch direkt wieder ab. Im gesamten Buch gibt es keinen richtigen Höhepunkt, was schade ist. Denn so plätschert diese, eigentlich wundervolle Idee, einfach nur so vor sich hin.

Fazit:
Alles in allem hat mich diese Geschichte leider nicht überzeugt. Die Handlungen von Rio sind nachvollziehbar, aber ich konnte beim Lesen weder ihren Verlust, noch die Sehnsucht nach dem Oben nachempfinden. Schon das allein ist in meinen Augen ein deutlicher Minuspunkt. Hinzu kommt jedoch noch die fehlende Spannung, die man bis zum Ende der Geschichte vergeblich sucht. Am Ende bleibt eine schöne Idee leider nur eine schöne Idee. Die Umsetzung ist eher mangelhaft und definitiv ausbaufähig. Dieses Buch bleibt damit nur eine nette Geschichte für Nebenbei.

Glöckchen15

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