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Abenteuer Leipzig

Am 12.03.2015 fuhren wir, die Jugendliteraturjury Spandau, nach Leipzig, um dort die Buchmesse zu besuchen. Im Gepäck hatten wir die Leseprofis aus der Wolfgang-Borchert-Oberschule und die Lesecoaches aus der Konkordia- Grundschule, welche zum größten Teil noch nie auf so einer Veranstaltung waren.
Auch für ein paar von uns war so eine Buchmesse Neuland und so fuhr, ein Teil mit Vorfreude auf altbekanntes und ein anderer Teil mit Aufregung im Bauch, Richtung Leipzig.

Unsere Tagesfahrt begann um 8:30 Uhr am Spandauer Bahnhof, wir waren ungewohnt viele mit über 40 Personen und hatten somit ein ganzes Abteil, mehr oder weniger, für uns alleine.
Nach über einer Stunde Fahrt kamen wir endlich an der Messe an, organisatorisches wurde geklärt, Treffpunkte ausgemacht, wir teilten uns in Gruppen auf und stürzten uns (kaum noch zu halten) ins Getümmel.

Runde 1

Damit niemand einfach verloren geht, zogen wir unsere erste Runde in Grüppchen bestehend aus alten Hasen und Jungspunden, erklärten den Lesecoaches den Aufbau einer Messe, besuchten allerlei Stände und lieferten sie am Ende zu einer Lesung an den Lesebuden ab.

Runde 2

Somit ertönte der Gong für Runde zwei und alles, was man sich vorher schon anschauen wollte, aber zu uninteressant für den Rest der Gruppe war, wurde jetzt erstmal nachgeholt. Desweiteren stand auch für die Leseprofis und die Jury ein Termin an: Ein Interview mit der Autorin Holly-Jane Rahlens. Dies stellte sich als so interessant heraus, dass wir unsere Leiterin gleich baten sie doch einmal zu uns nach Spandau einzuladen.

Leider endete das Interview mit Überlänge, so kamen einige zu spät zur Nominierungsveranstaltung des DJLP. Es ist spannend die Veranstaltung nun als unbeteiligter Zuschauer auf sich wirken zu lassen, nachdem man jahrelang als Jugendjury selbst mitgewirkt hat.
Ich persönlich muss sagen, dass es eine der besten Nominierungsveranstaltungen der letzten Jahre war. Die Kritiker-Jury hat ein paar wundervolle Kinder- und Bilderbücher nominiert und diese mit weniger großen und unverständlichen Worten als sonst dem Publikum vorgestellt. Die Jugendjurys haben ihre nominierten Titel wie jedes Jahr szenarisch dem Publikum präsentiert, dies mal mehr und mal weniger gelungen.
Nominierungen aus der Sparte Jugendbuch waren u.a. „Aristoteles und Dante“ von Benjamin Alire Sáenz und aus der Sparte Preis der Jugendjury „Echt“ von Christoph Scheuring.

Nachdem alle Bücher aus den Sparten Kinderbuch, Jugendbuch, Sachbuch, Bilderbuch und Preis der Jugendjury vorgestellt waren, alle wichtigen Personen etwas gesagt hatten und das Kranichsteiner Jugendliteratur-Stipendium an zwei deutsche Jugendbuchautoren vergeben wurde, ging es für uns auf in Runde drei!

Runde 3

In den letzten paar Stunden unseres Aufenthalts klapperten wir diverse Jugendbuchverlage ab, um dort unsere Kontakte zu pflegen.
Innerhalb der ein, zwei Stunden, die wir auf der Nominierungsveranstaltung verbracht hatten, war die Messe auf einmal wie leer gepfegt. Es war ein krasser Wandel: Vorher noch verstopfte Gänge und nun gähnende Leere.
Nunja, weniger Gedränge für uns, denn wir blieben bis ganz zum Schluss und machten uns dann auf den Weg zum Bahnhof, um die Heimreise anzutreten.
Mit vielen Neuerscheinungen im Kopf und einem schönen Tag hinter uns ging es wieder zurück nach Spandau!

Die Reise wurde uns durch das Literanautenprojekt ermöglicht, danke dafür.

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