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Eleanor & Park – Rainbow Rowell

Eine süße Geschichte mit realistischen Charakteren

eleanor und park

Erster Eindruck:
Mir ist das Buch bereits durch die starke PR im Buchhandel aufgefallen, daher war ich sehr skeptisch und ließ das Buch erstmal unbeachtet.
Ich bin kein Freund von zu großem PR-Push, denn es verheißt nicht immer Gutes. Auch das John-Green-Zitat auf dem Cover hat mich nicht gerade begeistert, dennoch klang die Geschichte interessant und ich nahm, eigentlich ohne Nachzudenken, an der Leserunde bei „Lovelybooks“ teil.
Ganz unverhofft bekam ich doch tatsächlich ein Leseexemplar und ging mit nüchternen Erwartungen an das Buch heran.

Handlung:
Die Geschichte dreht sich um Eleanor, die aus einer zerrütteten Familie stammt, und im Schulbus auf den Asiaten Park trifft, der aus der scheinbar einzig normalen Familie in dem kleinen Städtchen stammt. Langsam und ganz schüchtern kommen sie sich Stück für Stück näher, teilen Musik über Kassetten und Superhelden-Comics. Doch bei all dem gibt Eleanor gut Acht, dass Park nicht zu viel von ihren gravierenden Familienproblemen mitbekommt und natürlich auch, dass ihre Familie ja nichts von Park erfährt.
Schon zu Beginn ist klar, das kann auf Dauer kaum gut gehen…

Meinung:
Wie bereits erwähnt hatte ich nicht gerade wahnsinnig hohe Erwartungen an dieses Buch, wollte mich aber wirklich überraschen und vor allem auch überzeugen lassen. In dieser Geschichte begegneten mir unglaublich gut beschriebene Charaktere, selbst die meisten Nebencharaktere wurden nicht zu flach gehalten, aber nahmen auch nicht zu viel Platz ein.

Diese realistische Geschichte hat ernste Hintergedanken und regt damit auch den Leser zum Nachdenken an. Es geht um Zusammenhalt, Mobbing, Familie und eine kleine, süße erste Liebe. Es ist eine besondere Geschichte, die dennoch nicht gänzlich in meinem Herzen ankam. Es hat Spaß gemacht, den Beiden in ihrer Annäherung zuzusehen und ich habe immer wieder gelächelt, aber so richtig kamen die Gefühle der Beiden nicht bei mir an. Es war mehr, als würde ich zwei Bekannten dabei zusehen, wie sie einander näher kommen.

Ein weiterer kleiner Faktor, der nicht so wahnsinnig bedeutend ist, aber dennoch eine kleine Rolle spielt: Das Buch spielt in den 80er Jahren und hat viel mit der Musik aus jener Zeit zu tun, dennoch ist der Nostalgiefaktor eher weniger zu spüren und geht fast unter, was schade ist.

Fazit:
Dieses Buch ist eine schöne, niedliche und vor allem süße Liebesgeschichte mit wirklich ernsthaften Hintergedanken. Auch die Charaktere können überzeugen und sind samt Handlung realistisch, das einzige, was ich wirklich schade fand, waren die Gefühle, die nicht ankamen. Ich konnte die Gefühle nachvollziehen, aber nicht spüren.

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